Transpondertechnik
Die Nutzung der Transpondertechnik eröffnet ungeahnte Möglichkeiten bei der Modellbahn. Diese Technik ist im alltäglichen Leben schon längst etabliert und nicht mehr wegzudenken. Transponder gibt es auch als selbsthaftende Papier- oder Folienaufkleber in vielen Abmessungen. Unser derzeit kleinster Transponder ist 12x19mm groß. Warum also nicht auch für die Modellbahn nutzen?

Das Spektrum der Anwendungen dafür ist ungeahnt breit. Der wohl häufigste Fall wäre eine korrekte Identifikation von Loks, Waggons oder ganzen Zügen beim passieren eines bestimmten Punktes auf der Modellbahnanlage. Man kann sich diese Identifizierung z.B. in einem Gleisbildstellpult, ob real oder auf einem Bildschirm, anzeigen lassen. Das ist insbesondere hilfreich bei schlecht oder nicht einsehbaren Abschnitten und Anlagenteilen, Beispiel Schattenbahnhof. Aber nicht nur eine visuelle Anzeige ist möglich. Denkbar sind, abhängig von der Identifikation, verschiedene Programmabläufe, Zugfahrstraßen, Sound abspielen, Beleuchtungen, bewegte Zubehör- Mechanismen etc. Der Phantasie sind hier wohl kaum Grenzen gesetzt. In diesem Punkt stehen wir erst am Anfang!

In einem ersten Schritt haben wir ein Gerät entwickelt, welches geeignete Transponder mit einer beliebigen vierstelligen Zahl beschreiben und auch auslesen kann, den Trackswitch ID Manager 4000. Technisch wäre dieses Gerät auch in der Lage, viel längere Zahlenketten auf solch einen Transponder zu schreiben. Doch das in diesem Zusammenhang genutzte Anzeigemodul kann leider nur vier Ziffern anzeigen. Somit sind aber immerhin 9999 unterschiedliche Identitäten, also Loks und Waggons innerhalb einer Anlage unterscheidbar.


Natürlich benötigt man nun auch ein Lesegerät, um die unter den Fahrzeugen angebrachten Transponder auch auslesen zu können. Dieses Lesemodul (4010) besteht aus zwei Komponenten: Die Antennenplatine und das Elektronikmodul. Logischerweise bilden sie zusammen eine Einheit, welche mit einem mitgeliefertem Kabel verbunden werden. Die Antennenplatine ist 1,5mm dick und kann unter das betreffende Gleis montiert werden. Selbst unter ein bis zu 6 mm dickes Trassenbrett ist das noch möglich. Der Transponder selbst sollte jedoch einen Höchstabstand zur Schienenoberkante von 5mm nicht überschreiten.
Das Lesegerät ist konzipiert für den Betrieb am Rückmeldebus des Trackswitch Steuerungssystems. Es kann einfach wie die Rückmeldemodule 1051 in einer kettenförmigen Anordnung mit Rückmeldebuskabel 8015...19 angeschlossen werden. Über dieses Buskabel werden die Module auch mit der notwendigen Energie versorgt.
Für Nutzer anderer Steuerungssysteme bzw. Digitalzentralen in Verbindung mit PC- Steuerungen besteht die Möglichkeit, mittels eines Adapterkabels das Lesegerät 4010 (oder mehrere) an einen S88 Bus anzuschließen. Auch hier erfolgt die Energieversorgung über das Buskabel von der jeweiligen Zentrale aus.
Und wie schon erwähnt, ist auch direkter Betrieb, also ohne irgendwelche Zentralen und PC Steuerungen, mit einem Anzeigemodul 9086 möglich. Hier wird ein USB Steckernetzteil 8040 mit Spezialkabel 8031 zur Energieversorgung benötigt. Mit einem weiteren Adapterkabel 8030 wird das Anzeigemodul angeschlossen und auch mit Energie versorgt. Alle notwendigen Komponenten sind bei uns erhältlich.
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border=0 Und nicht zuletzt gibt es nun das Anzeigemodul 9086. Es ist, wie schon angemerkt, vierstellig und kann einfach in ein Digimoba Gleisbildstellwerk eingesetzt werden. Natürlich kann man es auch ohne solch ein Gleisbildstellwerk nutzen. Die Außenmaße hierfür sind 50x25 mm.
Der Betrieb ist sowohl im Steuerungssystem Trackswitch als auch ohne dies direkt mit einem Lesemodul 4010 möglich, wie bereits oben beschrieben.
Im Betrieb am Trackswitch Rückmeldebus erfolgt die Energieversorgung über das Buskabel.
Die Trackswitch Software wird für diese Neuerung um ein weiteres Menü zur Festlegung von Verknüpfungen Lesegerät 4010--Anzeigemodul 9086 erweitert. Ähnlich wie bei Belegtmeldungszuweisungen können einem Lesemodul ein entsprechendes Anzeigemodul im Gleisbildstellwerk zugeordnet werden.
In einer späteren Erweiterung der Software ist dann geplant, durch definierte Transponder - Nummern unterschiedliche Aktionen (Fahrstraßen, Licht Sound etc.) auslösen zu lassen. Ein Zeitpunkt hierfür kann allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nicht genannt werden.
Alle Trackswitchzentralen, die bisher ausgeliefert worden sind, können mit dieser neuen Software kostenlos ausgestattet werden, so dass einer Nutzung dieser Technik nichts mehr im Wege steht. Zum Softwareupdate muss die Zentrale an uns eingesendet werden.

Bedienungsanleitung als PDF